Fast die Hälfte der großen Unternehmen hat den Einsatz von KI-Agenten eingeschränkt, verzögert oder pausiert, nachdem die Betriebskosten begannen, den von den Systemen erzeugten Wert zu übersteigen. Dies geht aus Umfrageergebnissen hervor, die von KPMG veröffentlicht wurden und am 8. August 2026 weithin in der Berichterstattung kursierten.

Für Führungskräfte und Analysten, die die Wirtschaftlichkeit von Unternehmens-KI abwägen, verfolgt AI Buzz Wire die Kluft zwischen Agenten-Hype und gemessenen Erträgen mit fortlaufender Berichterstattung über aktuelle KI-Nachrichten.

Die Kosten-Wert-Lücke

Den Erkenntnissen von KPMG zufolge haben rund 49 % der großen Unternehmen die Einführung von KI-Agenten zurückgefahren, weil der Betrieb der Systeme mehr kostete als der Wert, den sie generierten. Nur ein kleiner Teil der Unternehmen gab an, durch den Einsatz ihrer Agenten eine nachgewiesene Kapitalrendite erzielt zu haben. Das Ergebnis stellt eine der lautesten Erzählungen in der Unternehmenstechnologie neu dar: Während KI-Agenten in mehr Produkte als je zuvor eingebettet werden, bleibt es für viele Käufer schwierig, diese Aktivität in positive wirtschaftliche Aspekte umzuwandeln.

Die Zahl spiegelt die Spannungen wider, die sich aufgebaut haben, während Unternehmen KI-Agenten von der Pilotphase in die Produktion verlagern. Jede Agentenaufgabe – bei der ein Modell begründet, Tools aufruft und mehrstufige Aktionen ausführt – verbraucht deutlich mehr Rechenleistung als eine einfache Chat-Eingabeaufforderung, da sie häufig viele Modellaufrufe miteinander verkettet. Bei großem Maßstab summieren sich diese Kosten schnell, und viele Unternehmen erkannten die Rechnung erst, nachdem die Bereitstellung begonnen hatte.

KPMG-Umfragedetails

Die Ergebnisse stimmen mit der vierteljährlichen AI Pulse-Umfrage von KPMG überein, die die Perspektiven von C-Suite- und Unternehmensleitern großer Unternehmen erfasst. In der US-Ausgabe der Umfrage wurden zwischen dem 28. April und dem 25. Mai 2026 Antworten von 204 in den USA ansässigen Führungskräften gesammelt, die Organisationen mit einem Jahresumsatz von 1 Milliarde US-Dollar oder mehr repräsentieren.

Die Umfrage ergab, dass das Verständnis und die Verwaltung der Kosten für den Betrieb von KI in großem Maßstab eine neue Herausforderung darstellen. Während viele Unternehmen grundlegende Governance-Elemente wie Überwachungs-Dashboards und Genehmigungsprozesse eingerichtet haben, mangelt es den meisten noch immer an vollständiger, durchgängiger Transparenz der KI-bezogenen Kosten in Echtzeit – eine Lücke, die kritisch wird, wenn Unternehmen von isolierten Anwendungsfällen zu koordinierten, unternehmensweiten Agentenbereitstellungen übergehen.

Orchestrierung über eigenständige Agenten

Trotz des Rückgangs bei den Rollouts geht es im Großen und Ganzen nicht um einen Rückzug, sondern um eine Umstrukturierung. Laut der KPMG-Umfrage verbessern Unternehmen die Art und Weise, wie Agenten eingesetzt werden, und verlagern sich von eigenständigen Anwendungen hin zu einer besser koordinierten Orchestrierung auf Unternehmensebene. Die Zunahme von Multi-Agent-Workflows signalisiert einen Trend hin zur Verknüpfung von Aktivitäten über Teams, Systeme und Entscheidungspunkte hinweg, wobei Agenten eingesetzt werden, um gemeinsame Ziele auszurichten und funktionsübergreifende Arbeit zu automatisieren.

Mit anderen Worten: Unternehmen geben KI-Agenten nicht auf; Sie wählen immer selektiver aus, wo und wie sie sie einsetzen, und bevorzugen integrierte, hochwertige Arbeitsabläufe gegenüber vereinzelten Experimenten, die sich aus Kostengründen nur schwer rechtfertigen lassen.

Die Menschen sind immer noch auf dem Laufenden

Die Umfrage ergab außerdem, dass der wichtigste Ansatz zur Risikominderung bei KI-Agenten in den nächsten 6 bis 12 Monaten ein „Human-in-the-Loop“-Modell ist, bei dem eine Person die Ergebnisse validiert, aber nicht jede einzelne Agentenaktion oder -entscheidung überwacht. Diese Präferenz spiegelt einen praktischen Kompromiss wider: Unternehmen möchten die Effizienzgewinne der Automatisierung nutzen, sind jedoch noch nicht bereit, Agenten ohne Kontrollpunkt für ihre Ergebnisse arbeiten zu lassen.

Als weiterer Druckpunkt stellte sich die Mitarbeitererfahrung heraus. Die Umfrage ergab, dass sich die Bedenken der Mitarbeiter hinsichtlich der Arbeit mit KI-Agenten verändern und viele zunehmend die Belastung durch zusätzliche Komplexität und Arbeitsbelastung spüren. KPMG kam zu dem Schluss, dass die erfolgreiche Skalierung der Agentenakzeptanz einen stärkeren Fokus auf die Mitarbeitererfahrung, eine klarere Ausrichtung auf die Ergebnisse und bewusstere Ansätze zur Förderung des Engagements erfordert.

Was es für den Markt bedeutet

Zusammengenommen beschreiben die Ergebnisse einen Markt, der in eine diszipliniertere Phase eintritt. Die erste Welle der Einführung von KI-Agenten war von Dringlichkeit und der Angst, ins Hintertreffen zu geraten, getrieben. Die Daten deuten darauf hin, dass die nächste Welle von der Einheitsökonomie bestimmt wird: Welche Agenten-Workflows amortisieren sich tatsächlich, wie werden Kosten in Echtzeit verfolgt und wo müssen Menschen eingebunden bleiben, um die Ergebnisse vertrauenswürdig zu halten?

Für Anbieter bedeutet das, dass die Messlatte höher liegt. Agentenprodukte müssen zunehmend eine messbare Kosteneffizienz aufweisen und nicht nur beeindruckende Demos. Für Käufer bieten die Daten von KPMG einen nützlichen Maßstab: Wenn etwa die Hälfte der großen Unternehmen einen Rückzieher macht, weil die Kosten den Wert übersteigen, dann könnte Kostendisziplin – und nicht die Fähigkeit – der entscheidende Faktor dafür sein, dass der Einsatz von KI-Agenten überlebt.

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