Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), der weltweit größte Auftragschiphersteller, meldete im Juni 2025 einen atemberaubenden Umsatzanstieg von 68 % auf den Rekordwert von 442,7 Milliarden NT$ (ca. 14,6 Milliarden US-Dollar), was die unaufhörliche Dynamik des weltweiten KI-Ausbaus unterstreicht.

Laut Daten von CNBC, Reuters und TrendForce stellt der Juni-Wert TSMCs stärksten Monat im Jahr 2026 dar und einen Anstieg von 6,2 % gegenüber Mai. Der Anstieg brachte den Umsatz im zweiten Quartal an den oberen Rand der TSMC-eigenen Prognose und stärkte das Vertrauen der Anleger, dass die Ausgaben für die KI-Infrastruktur trotz der allgemeinen Marktvolatilität robust bleiben.

Für diejenigen, die die neueste KI-Branchenberichterstattung verfolgen, dienen die Ergebnisse von TSMC als entscheidender Indikator. Das Unternehmen stellt die Chips her, die praktisch jedes große KI-System antreiben, von Nvidias Hopper- und Blackwell-GPUs bis hin zu maßgeschneiderten Chips von Apple, Amazon und Google.

KI-Nachfrage zeigt keine Obergrenze

Die Zahlen kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Nur wenige Tage zuvor stellte Forbes die Frage, ob der KI-Ausbau eine Obergrenze hat. Die Juni-Ergebnisse von TSMC deuten darauf hin, dass dies nicht der Fall ist – zumindest noch nicht.

Laut Anadolu Ajansı und Investing.com stieg der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um etwa 36 %, und der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 stieg um eine ähnliche Marge. Der Wachstumskurs war von Quartal zu Quartal konstant und wurde vor allem durch die Nachfrage nach fortschrittlichen Verpackungstechnologien wie CoWoS (Chip on Wafer on Substrate) angetrieben, die für leistungsstarke KI-Beschleuniger unerlässlich sind.

„Der Juni-Umsatz von TSMC erreicht einen Rekordwert von 442,7 Milliarden NT$, die Umsatzprognose für das zweite Quartal liegt im oberen Bereich“, berichtete TrendForce und stellte fest, dass die Ergebnisse einen positiven Ton für die für den 16. Juli geplante Gewinnmitteilung des Unternehmens vorgeben.

Eine 165-Milliarden-Dollar-Wette auf US-Kapazität

Der Umsatzanstieg fällt mit TSMCs aggressivem Ausbau seiner US-Produktionspräsenz zusammen. Das Unternehmen baut in Arizona einen riesigen Chip-Cluster auf, der eine Investition von 165 Milliarden US-Dollar darstellt und darauf abzielt, die inländische Halbleiterproduktion zu stärken, da sich die geopolitischen Spannungen mit China verschärfen.

Diese Erweiterung ist Teil einer umfassenderen Reshoring-Bemühung in der gesamten Halbleiterindustrie. Am selben Tag, an dem TSMC seine Juni-Zahlen veröffentlichte, genehmigte Taiwans King Yuan Electronics (KYEC), ein großes Chiptestunternehmen, eine Investition in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar in ein US-Werk und signalisierte damit, dass die gesamte Halbleiterlieferkette dem Beispiel von TSMC folgt.

Die Nvidia-Verbindung

Die Geschicke von TSMC bleiben eng mit Nvidia verknüpft, seinem größten Kunden für fortschrittliche KI-Chips. Die GPUs der Blackwell-Architektur von Nvidia, die Rechenzentren für OpenAI, Meta, Microsoft und Google antreiben, werden ausschließlich von TSMC unter Verwendung seiner 4-nm- und 3-nm-Prozessknoten hergestellt.

Die Beziehung funktioniert in beide Richtungen. Da chinesische KI-Modelle weltweit immer mehr an Boden gewinnen, ist die Nachfrage nach den fortschrittlichen Verpackungskapazitäten von TSMC nur noch gestiegen, was die Gießerei dazu drängt, der KI-bezogenen Produktion Vorrang vor älteren Chipbestellungen zu geben.

Was als nächstes kommt

Alle Augen richten sich nun auf TSMCs Ergebnismitteilung für das zweite Quartal am 16. Juli. Analysten werden mehrere Schlüsselindikatoren genau im Auge behalten: Preismacht für fortgeschrittene Knoten, Zeitpläne für die CoWoS-Kapazitätserweiterung und etwaige Kommentare zur Nachhaltigkeit der Nachfrage bis 2027.

Die Prognose des Unternehmens für das dritte Quartal 2026 wird besonders unter die Lupe genommen. Da Berichten zufolge große KI-Unternehmen darum kämpfen, kosteneffizientere Modelle zu entwickeln, fragen sich einige Beobachter, ob die unstillbare Nachfrage nach Rechenleistung irgendwann ein Plateau erreichen wird. Die Juni-Zahlen von TSMC deuten jedoch darauf hin, dass dieser Tag noch nicht gekommen ist.

Für die gesamte Halbleiterindustrie sind die Ergebnisse von TSMC eine Bestätigung dafür, dass sich der KI-Investitionszyklus – der sich bereits im dritten Jahr befindet – weiter beschleunigt. Der Rekordumsatz setzt auch Wettbewerber wie Samsung Foundry und Intel Foundry Services unter Druck, die Schwierigkeiten haben, mit den fortschrittlichen Fertigungskapazitäten von TSMC mitzuhalten.

Während die KI-Revolution Branchen vom Gesundheitswesen bis zum Finanzwesen umgestaltet, bleibt der bescheidene Siliziumwafer sein wichtigster Input. Und derzeit ist TSMC das Unternehmen, das mehr davon herstellt als jeder andere.

Bleiben Sie der KI immer einen Schritt voraus

Für weitere aktuelle KI-Nachrichten und Analysen der Halbleiterindustrie setzen Sie ein Lesezeichen auf unsere Homepage. Wir decken alle wichtigen Entwicklungen im Bereich KI-Hardware ab, vom Chip-Design bis zum Ausbau von Rechenzentren.

Weitere Neuigkeiten zur KI-Hardware lesen →